ÜberUnterWasser
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-2- Papua - Raja Ampat

Posted in Stationen

Raja Ampat – das Paradies! Der Garten Eden, der über und unter Wasser so unglaublich fruchtbar ist, dass die grüne Hölle auf den Inseln überquillt und die Korallen in mehreren Schichten zu wachsen scheinen. Ein Füllhorn, in dem man das Netz nur kurz eintauchen muss, um silbrig zappelnde Fische für die ganze Woche herauszuziehen, in dem man nur etwas in den Busch schmeissen muss und ein halbes Jahr später ernten kann. Über allem strahlt die Sonne von einem fast bayrischen Himmel, im Wechsel mit tropischen Regengüssen von einer Intensität, dass man nicht mehr weiss, ob das Wasser jetzt von oben oder von unten kommt.


Es ist das Reich der vier Rajas, der vier Könige, die der Sage nach aus sieben Eiern schlüpften und sich auf den vier grossen Inseln – Waigeo, Batanta, Salawati und Misool – niederliessen. Aus den übrigen drei Eiern schlüpften ein Geist, eine Frau und ein Stein. Interessante Mischung, aber wo die hin sind, man weiss es nicht. Es ist auch das Reich der Meeresströmungen, gleich drei massive Ströme treffen sich in diesem Eckchen von Papua (vielleicht sind Geist, Frau und Stein ja hier abgeblieben?): aus dem Indischen Ozean, dem Pazifik und von der Nordostküste Australiens bringen alle ihr Viehzeug mit und sorgen für eine Diversität, die ihresgleichen sucht. Sobald man von der Veranda des Holz- und Bambus-Bungalows ins Wasser fällt, eröffnet sich eine Welt, die man sich wohl nicht mit den irrsten Pilzen erträumen könnte. Korallen, Schwämme in sämtlichen Formen und Farben, Pygmäenseepferdchen scheinen aus den Gorgonien förmlich zu spriessen und der Einsatz von Teppichhaien ist inflationär.


Pygmäenseepferdchen

Schwarzspitzenriffhaie schnorcheln direkt vor der Veranda. Nur etwa 20 cm bis 1m grosse Bonsaihaie, habe ich so noch nie gesehen! Aber effizient, sobald sie sich in einen der riesigen Fischschwärme schlängeln, bildet sich sofort ein Hof um die Räuber, von oben betrachtet erinnert das stark an einen Antibiotika-Test auf einem Bakterienrasen. Sehr verlockend, so einen einzupacken und mitzunehmen, quasi Haushai. Passt aber wohl nimmer in meine Taschen. Obwohl, wenn man ihn ein bisschen faltet...?

Teppichhai

 

Sylvie und ich sind glückselig. Nach zwei ausgesprochen faulen Tagen in unserem balinesischen Strandhotel war die Reise in diesen abgelegenen Winkel doch bisserl mühsam. Am Abend ging es zuerst nach Makassar, der Hauptstadt Sulawesis, die wahlweise auch Ujung Pandang heisst. Muss man wissen, sonst fragt man sich wie unsereins, warum auf dem Ticket Makassar steht, der Flieger aber nach Ujung Pandang geht. Nachts um halb elf kommen wir an, werden eine Stunde durch die verschlafene Stadt ins Hotel gekarrt, nur um dort drei Stunden später wieder eingesammelt und zurück zum Flughafen gebracht zu werden. Innerhalb des Flughafens, der ansonsten erstaunlich modern ist, zeigt Uhrzeit eine gewisse Redundanz. In meinem Blickfeld finden sich vier Uhren, die allesamt sehr unterschiedliche Zeiten zeigen. Auch die Flüge werden nicht zwangsläufig an den Bildschirmen der Gates gelistet, man muss einfach glauben, was auf dem Zettel in der Hand steht. Auf dem weiteren Flug nach Sorong dämmert mir, dass hier streng nach Männlein-Weiblein gesetzt wird. Auf dem Rückflug wird sich das bestätigen, als ich tatsächlich mal neben einem Mann sitze, der dann aber prompt durch ein Mädel ausgetauscht wird. Aha.

Sorong, die Hauptstadt Papuas, ist ein Höllenloch, der Flughafen eine Baracke, deren Landepiste schnurstracks durch eine kleine Siedlung führt und deren passendste Beschreibung wohl „cangaroo race track“ ist. Am „Gepäckband“ sammelt uns Tubi ein, der Koch von Raja4Divers, der uns die nächste Woche mit dem vorzüglichsten Essen verzaubern wird. Erst einmal führt er uns allerdings durch das Verkehrschaos der staubig-steinigen Kreuzung vor der Baracke zu einem Kasten, der wohl ein Hotel darstellen soll, uns jedoch stark den Eindruck einer KP-Zentrale im roten Osten macht. Amüsiert, wenn auch ziemlich fertig, machen wir es uns in der „Lobby“ bequem und warten. Mit von der Partie sind James und Yvon aus der Schweiz und Nick und Shanon aus den Staaten. James ist Chef-Coiffeur in Bad Ragaz und Yvon quasi mein Nachbar in Zürich, mit beiden werden wir viel Spass haben. Nick heisst hin und wieder auch mal Klaus, ist früh aus Deutschland ausgewandert und hat mit Sicherheitsschlössern ein Vermögen gemacht, Shanon schmeisst den Laden im Hintergrund. Insgesamt eine sehr witzige, unterhaltsame Truppe. Weiter geht’s schliesslich mit einem Mini-Minibus, in dem sich die Fenster etwa auf Höhe meines Bauchnabels befinden, in kann Euch jetzt also einiges über die Strassen von Sorong erzählen, lass es aber mal lieber bleiben. Am Hafen wartet dann unser Boot, ein lang gestreckter Kahn mit niedrigem Holzaufbau, der mit Matratzen ausgelegt ist. Auf jeder Matratze liegen fein säuberlich ein Handtuch und eine grosse Wasserflasche mit unserem Namen drauf. Das Ding sieht zwar etwas nach Seelenverkäufer aus und die halb abgesoffenen, vergammelnden Kähne in der Nachbarschaft steigern nicht unbedingt das Sicherheitsgefühl, aber die dreistündige Fahrt durch die Inselwelt Raja Ampats ist ein Erlebnis und der Empfang am Bootssteg von Pulau Pef mit Musik, Tanz und grüner Kokosnuss frisch von der Palme ist phänomenal. Hier sind wir also, im wirklich allerletzten Winkel, Pulau Pef westlich von Waigeo. Wundervoll.


04:42 - 12 March 2013 - post comment

mPgBBDtXXHJtgqbbeUg

I'm impressed. You've really rsaied the bar with that.

Rosa - 04:08 - 3 April 2013

eAGyVsZECCtQjangF

If I were a Teenage Mutant Ninja Turtle, now I'd say "Kowaubnga, dude!"

Gerry - 04:08 - 3 April 2013

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