Unbenannt

29 January 2007 - O lala, la douche

Hallo Zusammen
 
Die Zutaten fuer eine Congo Durchquerung:
 
Michael der Fahrer
Michel der 72 jaehrige Franzose, ehemaliger Oelbohrer
Bernard der 62 jaehrige Deutsche, ehemaliger Banker
Ditmar der 37 jaehrige Deutsche, im Kneipen Business taetig
 
ich
  
 
Bin hier in Livingston in Zambia bei den Victoria Faellen. Ich bin bei "Weltwundern" immer skeptisch, doch die Faelle nehmen mich ganz in den Bann. Man geht wie in einer Wolke durch die Gischt, sieht und hoert die Wassermassen. Die Faelle sind satte 1.6 km breit und pro Minute donnern 550 Millionen Liter Wasser 110 Meter in einer dunkle Schlucht in die Tiefe. Die Gischt tuermt sich bis zu 500 Meter auf. Ich weiss nicht, ob ich im Himmel oder in der Hoelle bin. Das Gruen um die Faelle ist paradisisch die Schlucht wirkt bedrohlich.
Die einten betrachtet diese Faelle mit Regenklamotten ich bevorzuge bei 35 Grad ein Badkleid. Die Dusche in der Gischt ist sensationel. Und da gibt es Menschen die umkehren, weil ihre Frisur kaputt geht.
Knapp oberhalb der Faelle sehe ich Nilpferdspuren, das Tier ist bei der letzten Gelgenheit aus dem Wasser gestiegen. Ob jemals so ein Tier die Faelle runter gefallen ist?
 
Die "alte Gruppe" ist verabschiedet. Wie oben aufgefuehrt ist die neue Gruppe sehr viel kleiner, gerademal einen Viertel so gross. Ich freue mich teils riesig auf mein Abenteuer, teils moechte ich mich in den naechsten Flieger setzten und Heimfliegen. Ich schlafe zwar in meinem Zelt sehr gut und bringe in der Zwischenzeit mehr Kilos auf die Wage als ich jemals gehabt habe. Ob ich genug gruppentauglich bin, ist noch offen. Wir werden sehr auf einander angewiesen sein und ich werde keine Tueren schliessen koennen, wenn mir was nicht passt. Ich werde es mich auf zukommen lassen.
Auf jeden Fall habe ich einen intensiv Franzoesisch- und Hochdeutschkurs.
Eigentlich habe ich bei den neuen Passagieren ein gutes Gefuehl. Es sind alle sehr reiseerfahren (ich bin diejenige mit der wenigsten Erfahrung)
 
 So ich melde mich wieder, wenn mir mehr einfaellt.
 
Ganz liebe Gruesse
f
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21 January 2007 - Namibia

  


 

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21 January 2007 - Safari

Hallo Zusammen
 
Komme gerade aus dem Busch. Der Moremi National Park in Botswana ist um diese Jahreszeit extrem gruen. Ich fuehlte mich wie in einem Buchenwald in der Schweiz. Zwar stehen hier keine Buchen sondern Schmetterlingsbaeume. In diesem Park wimmelt es von Tieren. Elefanten Herden feiern in dieser Zeit Zusammenkuenfte, es ist genug Fressen fuer alle da.
 
Mit dem Einbaumboot werden wir lautlos durch bluehende Seerosen gegondelt. Es ist traumhaft schoen.. Wenn nur diese Hitze nicht waere. Tiere sehen wir vom Boot aus nur fliegende, das Gras ist zu hoch, um andere Lebewesen zu sehen. In der Mittagshitze legen wir an einer Insel an, um zu Fuss weiter zu gehen. Bei 45 Grad Waerme ist kein Tier zu sehen, die sind nicht so dumm wie wir Menschen. Im Schatten essen wir pures Salz damit nicht zu dehydrieren. Die pure Natur ist eindruecklich, verschont uns aber nicht. Wir muessten unseren Trinkwasser nur ein Teebeutel beigeben, um einen heissen Tee zu geniessen. Auf der Rueckfahrt schaltet mein Gehirn auf Meditation und ich haette gerne eine Packung bunte Smarties dabei, die ich auf jedes Seerosen blatt legen koennte.  
 
Die Abkuehlung kommt frueh genug. Ein Gewitter zieht auf, erst formieren sich Regenboegen dann wird dunkel und kuehl und wieder zeigt der Himmel was er kann. Alle sitzen mit Gaensehaut da. Auf dem Zeltplatz finden wir dann sogleich das zweite Okavango Delta vor: Baeche fliessen ueber den Platz Seen bilden sich und die Zelte stehen wie bunte Inseln da. Ich betrachte das Schauspiel vergnuegt von der Fahrerkabine.
 
Mit offenen Jeeps fahren wir in den Moremi National Park. Wir beobachten sehr lange einen Leoparden, der die schoensten gruenen Augen hat. Ich persoenlich finde die Nacht im Busch fast spannender als der Tag. Wir sitzen am Feuer und hoeren in der Ferne Loewen bruellen. Neben an grunzen Nilpferde. Als das Bruellen direkt neben uns zu sein scheint fluechten wir alle in unsere Zelte. Die Hippos grasen hinter meinem Zelt und grunzen das mit fast das Knochenmark steif wird. Sie sind so nahe, dass ich sie atem hoeren kann. Der Loewe bruellt auch immer noch und scheint um die Zelte zu streifen. Trotzdem schlafe ich ein und falle in einen tiefen traumlosen Schlaf.
 
Wegen der Regenzeit sehen wir vielleicht nicht ganz so viele Tiere wir in der Trockenzeit, diese Vegatation entschaedigt aber dies locker. Es kommt bei mir ein wenig Heimweh nach unseren Waeldern auf. Umso komischer ist es wenn wir auf nicht endende Elefanten Herden treffen. Die Matriarchen zeigen uns ganz klar wie weit wir uns naehren koennen.... Genug wilde Tiere..
 
Botswana hat 1.6Mio Einwohner und mindestens so viele Esel. Die grauen Tiere sind ueberall zu sehen. Wegen der Maul und Klauen Seuche erhielt die Bevoelkerung von der Regierung Esel, die fuer den Verzehr gedacht waren. Doch niemand wollte diese Tiere Essen. Fuer 50 Franken kann man hier einen Esel kaufen. Jrgend ein Schweizer Importeur plant jetzt dieses Fleisch zu importieren. Die Menschen hier leben noch recht traditionel. Stein Haeuser sehe ich fast keine. Es gibt keine Steine in dieser Landschaft. Da Zement importiert werden muss und dem entsprechend teuer ist werden lokale Baumaterialen vewendet. Holz, Schilf, Termitenhuegel und Cola Dosen. Cola Dosen werden mit Sand gefuellt und Termitenhuegel abgedichtet, das isoliert und sieht zu dem auch sehr schoen aus.
 
Ich bin sehr gespannt auf naechste Woche, da ich die neuen Mitreisenden kennen lernen werde. So, ich wuensche Euch eine ganz schoene Zeit.
liebe GRuesse
Fraenzi

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17 January 2007 - Braun in Maun

Hallo Zusammen
 
Da bin ich wieder. Wollte gerade noch eben sterben. War in einer Cesna 210 und flog ueber das Okavanga Delta und es hat geschuettelt...und mir wurde schlecht.
 Das Okavanga Delta sieht aus wie wunderschoene Batik in echten Naturfarben, vorwiegend in gruen. Hier hat der Mensch es noch nicht geschafft tiefe Spuren zu hinterlegen. Die Wege die in dem Wasser sichtbar sind stammen von Flusspferden und Elefanten die durch s Wasser waten.
Aber wie immer, fangen wir vorne an.
 
Wie verlassen Kapstadt nach dem wir Stadt und Umgebung besichtigt haben. In Stellenbosh ist es extrem langweilig, die (Museums)Stadt ist zwar schoen aber alles ist zu. In der Karoo sehen wir wieder mal Strausen und ich finde sie immer noch sehr lustig. Ueber den Swartbergpass fahren wir von der grossen in die kleine Karoo.
 
Wir Zelten jede Nacht und die einten suchen jede Nacht vergeblich einen Stecker fuer ihre Haar-Foen. Die Anderen suchen Sterne und Tiere und sind schon eher erfolgreich. Die Stimmung ist nicht immer ganz entspannt, da einige Mitfahrende besser einen All-Inclusive Urlaub gebucht haetten.
 
In Kimberly betrachten wir das "grosse Loch". Hier wohnten mal 50000 Diamanten Sucher in einer Zeltstadt und grabten und grabten und schluckten Staub, bis sie mit ihren 1m langen Eisenstaeben von Hand ein 800m tiefes Loch in den Fels gegraben haben. Stellt Euch mal vor mit einem Zahnstocher 80m tief durch harte Erte zu graben, viola ihr habt die Vorstellung wie eindruecklich dieses Loch ist.
 
Es geht immer Richtung Norden. 2000km lang mit einer maximal Geschwindigkeit von 70km h. In Botswana zelten wir im Busch, ohne jrgendwelche Infrastrucktur. Mit den beiden Oestereicher streifen ich Nachts durch den Bush. Schon nach 5 Minuten ist meine Orientierung weg, der Bush ist dick verwachsen wir verkratzen uns Beine und Arme an den langen Dornen. Doch einer hat sein Gps dabei und so finden wir nach zwei Stunden den Lastwagen wieder. Ich bewundere die Buschmaenner immer wie mehr, ihre Faeigkeiten in einer solchen Umgebung zurecht zu kommen haben wir komplett verlernt.
 
Wir sind in der Regenzeit in Botswana. Die Wolken tuermen sich jeden Nachmittag auf und dann wird die Dusche angestellt. Mit der Unterhose im Bush rumzuhuepfen um zu Duschen ist meine Form von Luxus. Lustigerweise sind die "luxusorienterten Passagiere(sprich Haarfoener)" eher entsetzt, dass die andere Haelte teils nackt, teils halbnackt um den Lastwagen tanzt. Aber eben, jedem seinen persoenlichen Luxus...
 
Nach den langen Fahrten bin ich sehr froh jetzt hier ein paar Tage in Maun zu verbringen. Morgen geht s mit dem Einbaumboot durch s Okavanga Delta, dann drei Tage in den Moremi NP und dann weiter Richtung Chobe..
 
Ich wuensche Euch eine ganz gute Zeit, viel Schnee und Sonne.
 
Alles Liebe
Fraenzi
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17 January 2007 - Auf dem Heimweg

Hallo Zusammen
 
Leider habe ich nur 10 Min Zeit diese E-Mail zu verfassen, weil dann das Internet Cafe zu geht. Bin in Kimberly mit meiner Reisegruppe. Die Mischung der Mitfahrenden ist sehr divers. Einige haben sich ein wenig verbucht und sehnen sich jede Nacht nach einem Hotelzimmer, anderen ist es zu wenig abendteuerlich.,..
 
Mit diesen Leuten werde ich durch Botswana bis nach Vic Falls reisen. Anschliessend kommen 4 Neue dazu und dann geht das Abendteuer so richtig los. Wir werden also nur zu 6st durch den Kongo reisen.
 
Eigentlich gefaellt mir diese Reiseart auf dem Lastwagen sehr gut- nur ist es eine enorme Anpassung ploetzlich auf so viele Leute (15) Ruecksicht zu nehmen. Aber so verwildere ich zumindest nicht ganz.
 
uiuiui, die Zeit rennt davon.
 
Ganz liebe Gruesse und bis zum naechsten Internet Cafe...
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17 January 2007 - Sand abgewaschen

Hallo Zusammen!

 

Der Staub ist schon laengst abgewaschen, die Temperatur ist 25 Grad kuehler, ich sitze in meinen warmen Kleidern da. Heute habe ich die meisten meiner Reisegefaehrten kennen gelernt. Ich bin ein wenig erstaunt, dass ich mit Abstand die juengste bin. Die Altersbreite reicht von ca 40-72 Jahre. Wird schon gut gehen. Hier noch ein kurzer Bericht von Namibia, leider ist er nach dem 3. Anlauf nicht mehr so kreativ (scheiss Internet).

 

Ganz liebe Gruesse und guten Start

Fraenzi


11. Dezember: Ich hole Martin am Flughafen ab. Wir fahren gleich Richtung Norden los, die Temperatur steigt mit jedem Kilometer. Bei 40 Grad steigen wir in Springbok aus. Wir schlafen im groessten Bett das ich je gesehen habe, das Zimmer ist in hellblau und viel weisser Spitze eingerichtet, ein schooner Ort um sich wieder zu sehen und die letzten paar Monate aufzuarbeiten.

 

Wir ueberschreiten die Grenze nach Namibia problemlos. Eine schoene Sandstrasse fuehrt dem Orangefluss entlang. Von den 1.9 Mio. Einwohner die in diesem gigantischen Land leben, sehen wir den ganzen Tag keinen einzigen. Der Fluss fliesst durch eine steinige Wueste, am Ufer wachsen Baeume und Buesche.  Der Mensch schrumpft in dieser Landschaft zu einer Ameise. Die Wueste blueht. Wir reisen in einem ausserorderlichen Regenjahr.

Unter Akazienbaeumen, neben runden Felsen schlagen wir unser Zelt auf. Zum Abendessen gibt es ein T-Bone Steak zwischen 2 Toastscheiben vom Grill und einen eindrucksvollen Sternenhimmel.

 

Die Fahrt fuehrt und nach Luederitz, durch eine Herde von Wildpferden. Luederitz ist eine deutsche Stadt in Namibia. Die Halbinsel ist sehr eindrucksvoll. Graue runde Felsen, weisse Sandstraende, mingruene Schwefel (?) Seen und knallrote runde, zwiebelaehnliche  Blumen  geben mir den Eindruck auf einem anderen Planten zu sein. Der Wind peischt einem so stark in s Gesicht, dass sogar die Flamingos ganz schief in der Landschaft stehen. In der Ferne stehen drohende, gelbe, gigantische Sandduenen.

 

Wir besuchen die Diamanten-Geisterstadt Kolmaskoppe. Hier haben wiederum Deutschen eine perfekt funkionierende Kleinstadt in die Wueste gestellt. 1000kg Diamanten wurden von Arbeiter auf allen Vieren einfach so von dem Boden aufgelesen. Wer die Stadt verlassen wollte, musste 2 Wochen lang Abfuehrmittel nehmen und in ein Kontrolltoepfchen machen. Da diese Kontrolle allen gestunken hatte wurde eine Roentgenapparat importiert- der erste in Namibia, so wurde ein Mann mit 473 Diamaten im Magen erwischt. Armer Mann, es gab da nur einen Ausgang…

 

Am Rande der Namib Wueste fahren wir durch gelbe Grassflaechen, vorbei an gluehenden orangen Sandduenen, Oryxen, Springboecken und wilden gruenen Melonen. In den Namib besteigen wir rote Sandduenen, trinken 6 Liter Wasser pro Tag und versuchen die Weite zu begreiffen. Egal wo das Auge hinschaut, die Landschaft lebt. Ich sizte unter einem Baum, schaue den Maeusen zu die in den Wurzeln leben, den Echsen die um den Stamm flitzen und den Voegeln und Zikaden die in der Baumkrone um die Wette singen oder schreien.

 

In einem Koecherbaumwald (sieht aus wie ein Baum der verkehrt in der Erde steckt und seine Wurzeln dem Himmel zeigt) besuchen uns Erdmaennchen. Ihnen ist so heiss, dass sie sich auf dem Bauch ins Abwaschwasser werfen und alle Viere von sich strecken.

 

In der Kalahari verbringen wir fuenf Tage. Nachts gehen wir auf gefuehrte Wanderungen. Mit UV Licht zeigt uns eine verrueckte Professorin bestimmt 100 Skorpione in den Duenen. Skorpione sind exzellente Jaeger. Die Praezission mit der sie ihre Opfer fangen ist  schon fast beaengstigend. Das Opfer wird mit den Zangen gepackt, der Giftstachel wird paezise in das Opfer gestochen und so bald das Opfer sich nicht mehr bewegt rennt das Skorpion mit seinem Festmahl in seine Hoehle.

Der Nationalpark ist sehr empfehlenswert: Da er recht abgelegen ist, kommen sehr wenig Leute hierher. Die Anzahl und Vielfalt der Tiere ist beeindruckend. Nachts hoeren wir oft Loewen bruellen, fuer mich ein Ton der Freiheit. Das Bruellen ist sehr tief, maechtig, aber doch entspannt und zufrieden. Die Gnus haben gerade Junge und die bocken lustig durch die Ebenen. Die Schakale taenzeln vorbei… alles lebt.

 

Unser letztes Highlight im Norden ist der Augrabies National Park. Der Orangeriver hat sich hier tief in das sonderbare Gestein gefressen. Die Schlucht ist eindruecklicher als der Fischriver Canyon, den wir in Namibia gesehen haben..

 

Der Wasserfall toesst. Giraffen knabbern sich durch die karge Vegetation, mondartige Felsen schiessen in die Hoehe.

In diesem Park sterben die Stossdaempfer des Autos und wir huepfen die letzten 900 km Richtung Kapstadt.

 

Wir campen in Muizenberg in der Naehe eines schoenes Strandes und der Zuglinie Richtung Kapstadt. Michael, der Fahrer mit dem ich die naechsten 5 Monate reisen werde macht einen sympatischen Eindruck.

Ich zeige Martin “meine” Pinguine. Kapstadt liegt schon schoen, ideal um noch einmal den Kopf auszulueften.


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17 January 2007 - schon wieder Vögel

Hallo Zusammen!

In meiner letzten Woche in Plet will ich so richtig ausspannen, doch es kommt anders. Nach einem halben Tag bin ich aber vor lauter ausspannen schon ganz verspannt und bin froh das einiges laueft. Fast taeglich werden Pinguine angeliefert: Sie sind an Malaria und Lungenentzuendungen erkrankt und wuerden innert wenigen Stunden sterben... Leider schaffen es einige Pinguine auch trotz intensiver Pflege nicht. Ich gewoehne mich sehr an diese Voegel und gehe manchmal mit ihnen schnorcheln. Unter Wasser sind die Tiere enorm flink, ich hingegen muss fuer sie so ungeschickt aussehen, wie sie fuer mich an Land.

Mit Eve und ihren Freundinen gehe ich viel wandern, nie sind Tiere wie Seeloewen, Delfine, Wale und unzaehlige Voegel weit entfernt... An einem Sonntag zieht es mich auf s Wasser mit einem Kajak... Ich nehme mir einen Guide und bin froh nicht alleine losgezogen zu sein, als uns ein Hammer-Hai inszipiert. Wir paddeln zu einer Seeloewen Kolonie um eine Halbinsel und sind nach drei Stunden wieder an Land. Auf dem Rueckweg erleichtern uns die Wellen und der Rueckenwind das paddeln. Der Wellengang ist relativ stark und wir versuchen eine Welle an den Strand zu "reiten". Da mir sowieso heiss ist ist mir die Bruchlandung egal.....

Ich muss mich von Eve und Baba definitiv verabschieden (zu mindest fuer eine Weile), ich bin traurig, aber ich weiss dass ich sie wieder sehe werde. Als ich mich von dem kleinen Jack Russel verabschieden muss ueberkommt mich eine richtige Trauer. Der Hund der jede Minute mit mir verbracht hat ist so beleidigt dass ich gehe, dass er ein Loch unter einem Busch graebt und sich hinein legt und mich nicht mehr beachtet. Noch nie hatte ich so eine Beziehung zu einem Tier, ich kann s gar nicht beschreiben. Auf jeden Fall heule ich fuer die naechsten zwei Stunden beim Autofahren.

Ich muss mein Visum in George abholen. Die Verwaltungen hier sind unglaublich langsam und muehsam. Ich hoffe, dass niemand meine Gedanken lesen kann, sonst wuerde ich glatt verhaftet werden. Nach lagem warten, bittibaetti, erhalten ich meine Visumsverlaengerung doch noch. Fuer diesen Stempel musste ich 3 mal nach George fahren und habe fast drei Tage verwendet...

Auf meinem Weg nach Kapstadt treffe ich nochmals die beiden Tieraerzte. Jetzt hole ich meine Eltern am Flughafen ab. Sie kommen mich fuer zwei Wochen besuchen.

Muss wieder los, hier im Internet Cafe ist es zu laut zum schreiben und draussen kann ich Kap-Toelpel sehen die aeusserst praezise Bruchlandungen vollziehen koennen.

Ich wuensche Euch eine schoene Adventszeit.

Liebe Gruesse

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24 November 2006 - Auf der Suche nach Hoelenmalereien

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24 November 2006 - Bastelidee fuer die kommenden Festtage

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24 November 2006 - St. Lucia

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24 November 2006 - 1001 Methoden einen Platten zu bekommen.......

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24 November 2006 - an der Grenze zu Mozambique

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24 November 2006 - U-Shaka in Durban

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24 November 2006 - Golden Gate Highlands

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24 November 2006 - Eulenhaus in Nieu Bethesda

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24 November 2006 - Quallen im U-Shaka in Durban

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23 November 2006 - So macht man Antillopen harmlos

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23 November 2006 - Fast wild an der Wildcoast

Durban:

Ich muss mich von meinem Reisekumpel verabschieden. Ich bleibe alleine mit meinen ueberarbeiteten Gastgebern zurueck.

Die beiden Innenarchitekten haben mit ihrem Team in den letzten 27 Jahren an die 5000’Hotels, Casinos und Shopping Malls eingerichtet. Das ist fuer mich eine unvorstellbare Leistung. Hier ist nicht die Rede von kleinen gemuetlichen Hotels oder Einkaufszentren, hier ist die Rede von Amerikanischen Monster Komplexen.

Diese harte Arbeit ist an meinen Gastgebern nicht spuerlos vorbei gegangen, aus meinem Blickwinkel ist der Wahnsinn nicht weit von ihnen entfernt. Ich bleibe vier Tage in dem schoenen Haus und obwohl wir doch einige Zeit zusammen verbringen, fuehren wir kein einziges Gespraech, an dem auch ich beteiligt bin. Die beiden sind so ueberlastet, dass sie ihre Last abladen muessen- sie reden auf mich ein, bis mir schwindlig wird. Sie rauchen wie Schornsteine und- sie hoeren ueberhaupt nicht zu! Die Situation kommt mir sehr bekannt vor... Die, die mich kennen wissen wohl von was ich rede. Ich fuehle mich in der Praesenz meiner Gastgebern sehr einsam und bevorzuge es alleine durch die gefaehrliche Stadt Durban zu ziehen. Die Sehenswuerdigkeiten sind schnell abgeklappert: Eine sehr schoenes Aqarium, ein paar Museen, zwei bis drei Beizen und fertig! Ich sehne mich ziemlich nach der Schweiz, dem Kulturangebot, den Strassencafes, nach Gespraechen.... Mir wird klar, was es bedeutet in einem Land zu leben, in dem das Regierungsoberhaupt mit dem Offentlichen Verkehr zur Arbeit faehrt. Das ist schon ein grosses Stueck Freiheit, auch wenn die Weite in der Schweiz oft fehlt.

 

Ich befinde mich in einem Buchladen und die Worte von meiner Seele-Der Verkaeufer ist ein sehr guter Zuhoerer, ein 45jaehriger Mann, der 20 Jahre in Buddistischen Kloestern verbracht hat, Psychologie studiert hat, als Entwicklungshelfer gearbeitet hat und seit Jahren die KommerzielleWelt ablehnt.  Er ist ein weisser Mann der ohne Auto in Suedafrika lebt, das meine lieben Leute ist eine wirkliche Leistung. Ich verabrede mich mit Paul fuer den Abend, um ein Glas Wein zu trinken.

Schon witzig wie viele Gegensaetze sich an einem Tag finden lassen. Der Abend wird unglaublich spannend, Paul liesst den ganzen Tag und hat sehr interessante Ansichten ueber das Leben.  Nach diesem sehr langen Gespraech bin ich genuegend gestaerkt,  um am naechsten Tag alleine weiter zu reisen koennen.

 

Das Fahren faellt mir sehr leicht. Ich fahre durch gras gruene Huegel, vorbei an runden mintgruenen Xhosa Huetten mit Strohdaechern, warte bis die Kuh ihr Kalb auf der Strasse fertig gesaeugt hat, weiche den Schlagloechern aus und singe vor mich hin. Wow, diese Landschaft ist sehr dramatisch, tiefe Klippe, helle Sandstraende, wildes Meer und stuermisches Wetter. Ich wuensche mir diesen Anblicke mit Mu teilen zu koennen.

In Port St. John suche ich ein Backpackers. Ich bin nicht mehr so Fan von Backpackers aber, dort trifft man leicht auf andere Reisende. Ich bin im Hippie Land! Hier bleiben  Backpacker teils Jahre lang haengen. Falls jemand eine Langzeitstudie ueber Kiffer machen moechte: Sucht nicht weiter, kommt nach PSJ.

Ich freunde mich schnell mit ein paarn Norweger an und wir gehen auf eine Wanderung zu einem Wasserfall, da es geregnet hat sind die Felsen rutschiger als Eis. Mit Stoecken und Seilen kaempfen wir uns durch den Wald, ich fuehle mich wieder wie als Kind auf Entdeckungsreise.

Das angrenzende Naturreservat ist sehr schoen. Die Seele hat Platz in dieser Weite.

Ich finde einen Deutschen, der mit mir ein Stueck mitreist. Ich vertraue ihm, auch wenn er eher in die Katagorie Streber und Noergler faellt. Er hat weder einen Hut noch eine Sonnencreme nach Afrika gebracht, dafuer 1 Liter Apres Soleil, das er auch waehrend dem Essen alle fuenf Minuten eincremt. Egal, ich fuehle mich sicherer mit Begleitung.

 

Weiter geht es nach Coffee Bay- einem weiteren Kiffer und Drogen Paradies. Der Ort ist traumhaft schoen und die Bedingungen fuers Surfen sind ideal. Nach 12 Wochen treffe ich hier auf die ersten Schweizer. Nicht gerade Prachtsexemplare, kiffende Stadt Zuercher, aber ich bin doch froh mein Schweizerdeutsch zu gebrauchen. Der Zuercher trinkt einen Kaffee und raucht einen Joint zum Fruehstueck. Neben ihm sitzt ein junger Japaner aus Tokyo. Der Schweizer sagt zu ihm:“This is my everydays breakfast“Der Japaner meint “ Oh, like vegetable““ Ah vegetelian bleakfast“

Das Backpackers hat vorallem eine Einnahmequelle: Alkohol. Damit mehr konsumiert wird, wird animiert- wer nicht trinken will, der hat s nicht einfach. So mache ich halt auch ich mit: Wir muessen jrgend einen Drink in unserem Mund anzuenden und dann Schlucken, alle schaffens, ich getrau mich nicht. Super etwa 30 Menschen feuern mich an. OK ich giesse den Fusel in meinen Mund zuende das Zeugs an und da s heiss wird spucke ich- was fuer eine Flamme, die ganze Bar ist erleuchtet. Das Getraenkt ist dummerweise auch noch rot und so sind alle Trinker flambiert und rot gesprenkelt. Das hat man davon, wenn man mich zu was ueberredet, was ich nicht will!

Ich verbringe einen ganzen Tag mit Surfen und da ich keinen Kater habe, bin ich allen ziemlich voraus. Am Abend tanzen Einheimische Frauen im Lendenschurz um das Feuer. Mich faszinieren die Bewegungen dieser sehr naturverbunden Menschen immer wieder.

Die Region hier wird am besten zu Fuss erkundigt. Falls es einen Gott gibt, war er/sie hier ziemlich kreativ.

Ich wuerde noch gerne ein Naturreservat in der Naehe besuchen, leider ist aber die Strasse wegen des starken Regen nicht mehr befahrbar. Ich moechte moeglichst bald wieder zu Eve und Baba in Plet. Baba hatte vor einer Wochen einen dreifachen Beipass. In East London verbringe ich eine Nacht in einem wunderschoenen B&B und einen Tag spaeter bin ich schon wieder in Plet. Ich bin so froh den Deutschen losgeworden zu sein und Eve, Baba, die Hunde ein paar Pinguine und sonstige Tiere begruessen zu koennen. Eve und Baba wohnen wirklich in einem kleinen Paradies.

 

Macht's gut und laesst von Euch hoeren

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30 October 2006 - Kimberley und Co.

Ich bin zurueck von meinem Abenteuer auf der Wild Farm in Enkel Kopie.

 

Sonntag 10 Uhr morgens: Ich duese in meinem Golf los. Das Wetter ist nicht auf meiner Seite, es regnet. Da mein Autoradio kaputt ist singe ich, um meine Einsamkeit ein wenig zu verdraengen. Die Strasse fuehrt mich ueber imposante Paesse durch eindrueckliche Schluchten und durch ewige Steppen. In den 870km muss ich nur zwei Mal abbiegen. Eigentlich will ich die Nacht nach 400km Fahren verbringen, aber jrgendwie bringe ich es einfach nicht fertig anzuhalten. Wie in einerRackete duese ich durchs All, die Strassen sind teils fuer 100km gerade. Ich fahre durch Heuschreckenschwaerme, winke den entgegenkommenden Autos und bin ganz zufrieden mit meiner momentanen Freiheit.

 

In Kimberley suche ich mir ein B&B und finde zu meiner Ueberraschung nur solche die bereits voll sind. In einem ehemaligen Weisenhause finde ich aber dann endlich doch noch ein Bett. Ich bin ein Tag zu frueh in Kimberley.

Am morgen klappere ich allen Museen ab. Ich merke, dass die Sued Afrikanische Politik fast kein Geld fuer Kultur uebrig hat: Die Museen sind ziemlich langweilig und verkommen. Ich suche das grosse Loch. In dieser ehemaligen Diamanten-Stadt befindet sich das groesste Mann gemachte Loch der Welt. Leider ist das Loch bis im Dezember geschlossen: Das Museum wird renovierte, eine Haengebruecke wird dann die Touristen ueber das Loch fuehren.

Ich suche einen Snapsladen auf, damit ich ein wenig Wein auf die Farm mitbringen kann. Vor dem Laden sind zwei Pferde parkiert. Mehrere duestere Gestalten lungern rum und fragen mich, ob ich ihnen Bier kaufe. Im Laden sind die Verkaeufer und Flaschen hinter Eisen in Sicherheit. Ich stelle mir hier die wuesten Szenen an einem Freitag Abend vor. Es wuerde sich wahrscheinlich lohnen hier einen Tag hinter Gitter zu verbringen um Menschen zu beobachten. Die meisten kaufen Bier in einem Milchkarton... 

 

Endlich ist es Zeit fuer mich Richtung Farm zu fahren. Treffpunkt: 30km noerdlich von Kimberley bei der Telefonantenne. Ich bin erleichtert als Dreyer und Anette mich bereits unter der Antenne erwarten.

Dreyer bringt mir als erstes das Schiessen mit dem Betaeubungsgewehr bei. Das Ding ist einfach zu schwer fuer mich und mit dem Sucher komme ich auch nicht so recht klar. Nach einer Weile treffe ich aber den schwarzen Punkt auf dem aufgehaengten Mehlsack doch noch.

Zum Abendessen gibt es frisches Sabel Antillopenfleisch. Ein Amerikanischer Wildjaeger hat das Tier geschossen und wollte nur die Hoerner und die Haut des Kopfes, welches ein Praeperator auf ein Model aufziehen wird. Ich esse vorzuegliches Fleisch, weil ein reicher Ami ein Stueck Tier in seinem Wohnzimmer aufhaegen will.

 

Der Wecker ist auf 5 Uhr morgens gestellt. „Hier wird es aber frueh hell“denke ich, schaue auf die Uhr es ist 5:40 Uhr, ich habe fuenf Minuten mich bereits zu machen. Ich springe in meine Jeans, streife ein T-Shirt ueber und renne in den ungebundenen Wanderschuhen los. 8 Arbeiter stehen in Reih und Glied und nehmen Anweisungen von Dreyer entgegen. Ich klettere auf dem Buckie (Auto mit Ladeflaeche) und wir fahren ins Feld. Der morgen ist sehr schoen, das Grass leuchtet golden, die Tiere grasen friedlich. Plopp““schon ist das erste Tier getroffen. Die Narkose ist sehr stark und bringt die Tiere nach 3-7 Minuten zu Boden. Die Dosis ist stark genung um drei Menschen umzubringen. Es regnet in der Zwischenzeit und mit dem T-Shirt bin ich eindeutig zu leicht bekleidet, aber Dreyer ist ueber das Wetter uebergluecklich: Die Tiere werden waehrend dem Transport nicht unter Hitze leiden. Ich halte die Hoerner eines Bocks, welche Kraft! Obwohl stark narkotisiert, schwenkt mich das Tier hin und her, aber ich lasse nicht los und ignoriere die blauen Flecken.

 

Am Abend zeigt der Himmel was er kann. Es Blitz in jeder Richtung und es regnet so stark, dass der Kamin einer Dusche gleicht. Am naechsten morgen ueberrascht mich ein kaltes Fussbad in meinen Stiefeln, die unter dem Kamin gestanden sind.

 

In der traditionellen Kultur ist jeder Blitz von einem Menschen erwuenscht, um einen anderen umzubringen. Wird also eine Person vom Blitz getroffen, so ist dies Mord. Ich bin ein wenig traurig, dass ich kein Afrikaans spreche, den die Arbeiter hier sprechen kein Englisch und ich wuerde gerne mehr ueber ihre Kultur erfahren. Anette erzaehlt mir, das bereits mehrere ihrer Arbeiter jung verstorben sind:

 

Sued Afrika hat ein imenses Problem mit dem HI Virus: Manche Bevoelkerungsgruppen sind bis zu 60% infisziert- ein geschaetzter Schnitt durch die gesamte Bevoelkerung betraegt 20-30%! Die Regierung gibt ganze 12% zu. Die Buchhaltung wird gefaelscht in dem AIDS keine Todesursache ist sondern Lungenentzuendungen, Leber und Nieren Probleme etc. Ein offizieller Vertreter der Regierung raet erkranken Menschen Knoblauch zu essen, um das Virus zu toeten. Hexendoktoren raten erkrankten Maennern mit Jungfrauen zu schlafen. Um sicher zu gehen, dass die „Frau’Jungfrau ist werden taeglich Kleinkinder vergewaltigt.   

 

Trozdem geht es hier sehr froehlich zu. Anette und Dreyer sind sehr gut Vorgesetzte und sorgen fuer ihre Mitarbeiter. Sie kaufen ihnen Kleider, leihen Autos aus, kochen fuer sie handeln ganz und gar nach ihrem christlichen Glauben. Die Familie der Arbeiter und Dreyers Familie kennen sich seit 200 Jahren.

 

Dreyer faehrt einen Teil der Tiere nach Pretoria, ich bleibe bei Anette. Wir entscheiden uns die Hoehlenmalereien auf der Farm zu suchen. Mit dem Dackel dackel wir durch s Feld. Ich friere auf der Stelle ein: Vor mir bewegt sich ein 2 m langes gelbes Ding: Schlange, schreit mein Hirn. Ich sage „Snake“jetzt sieht auch Anette das sonderbare Wesen und springt schreiend so Rueckwerts, dass an einer Olympiade im Weitsprung nach vorne einen Weltrekord gesetzt haette. Die Schlange, eine Kap Kobra, verschindet im Gebuesch, dummerweise in der Richtung in die wir gehen wollen. Anette will umkehren, kommt aber mir zuliebe weiter, um die Malereien zu suchen.

Ich schliesse meine Augen und warte auf ein Zeichen, das mich in Richtung des gesuchten Objekt bringt. Mein Hirn sagt mir: Geh links. Ich springe von Stein zu Stein und suche diese in Stein gemeiselten Zeichnungen. Gerade als ich zum naechsten Stein springe, sehe ich etwas unter mir: Wieder eine Kobra. Dieses Mal schreie und springe ich sehr weit. Ich wuerde so gerne ein Foto von diesem Tier machen, aber vor lauter Zittern bringe ich meine Kamera nicht aus der Tasche. Ich suche schnellsten Anette, die ihren Hund traegt, und wir verschwinden aus dem Revier der Kobras.

Dreyer lacht ab unser Geschichte und fragt mich was ich getan haette, wenn mir die Schlange gebissen haette.“Aussaugen?“ist meine unueberzeugte Antwort. „nein, such dir einen schoenen schattigen Platz, es ist sehr unangenehm in der Sonne zu streben“.

Ich frage mich ob es etwas bedeutet, wenn man eine Kobra sieht. Normalerweise wird dieses Tier alle zwei Jahre einmal gesichtet und ich treffe gleich zwei.......an einem Tag.

 

 

Anette und ich dichten am Abend Geschichten und aktiviern unsere rechten Hirnhaelften bis zum Maximum.

Am naechsten Tag bringt uns Dreyer zu den Malereien und wir finden keine einzige Schlange.... Die Malereien sind ziemlich verwittet und aus meinem Kunstprojekt wird nichts: Ich habe extra den Boersenteil aus der Zeitung mitgebracht und wollte die primitiven Zeichnungen auf die Aktienindexe durchpausen.

 

Die Woche vergeht sehr schnell, mit graussigen Gewittern, viel gutem Essen und schoenen Feuern.....

 

Ich fahre wieder Richtung Plett und waehle eine andere Route. In Graff-Reinett habe ich einen Platten, ich lasse ihn flicken, sehe die Imposante Sammlung von Gegenstaenden, die in Pneus gesteckt haben, und entscheide mich, dass alleine Reisen vielleicht doch nicht so ganz sinnvoll ist. Ich muss bis nach George kommen um mein Visum zu verlaengern. Vor lauter zu spaet kommen geht mir das Benzin beinahe aus, ich verfluche mich ziemlich.

15:12 endlich George. Richtiges Amt gefunden. Schliesst um 15:15, was fuer ein Beamtenleben.

 

Ich fahre wieder zu Eve und freue mich wieder ein zu Hause zu haben. Nachts hoere ich Wale singen. Kann nicht sein: Zu weit vom Meer weg. Die Hunde heulen alle. Ich habe Fieber.. Eine kleine Grippe hat mich erwischt. Aber so hoch ist das Fieber auch nicht, dass ich Wale singen hoeren.

Am naechsten Tag ist der Beuler, der diese Geraeusche gemacht hat, kaputt.

 

Morgen mache ich mich mit mit einer Reisebegleitung Richtung Nordosten auf. Bin ja gespannt.......

 

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14 October 2006 - Volle Fahrt

Eve schickt mich mit zwei Pinguinen auf den Weg nach Kap St. Francis. Baba und Eve fahren fuer zehn Tage nach Indoniesen. Der Pinguin muss verfrachtet werden. Kurz bevor wir losfahren erhaelt Eve einen Anruf, ein Tourist hat einen jungen Pinguin am Strand gefunden. Wir holen ihn sofort ab. Dem Pinguin geht es gar nicht gut: Er laesst seinen Kopf haengen, kann die Augen weder richtig oeffen noch schliessen. Wir kaufen in der naechsten Aphotheke Elektrolye, hoffentlich mag er Blaubeergeschmack! Ich mache mich mit drei anderen Jungen Menschen auf den Weg. Ich bin verantwortlich fuer die beiden Voegel. Ich halten den kleinen schwachen in einem Tuch gewickelt in meinen Armen,  versuche ihn zu waermen und kraule ihm hinter den Ohren (das hat seine Mutter schliesslich auch gemacht).  Der andre Vogel kraechzt veraergert aber gesund neben mir in seiner Kiste.

Alle zehn Minuten gebe ich dem kranken Vogel Elektrolyte mit einer Magensonde. Ich denke die ganze Zeit vor mich hin: „Stirb nicht, stirb nicht, stirb nicht...“. Meine Mitfahrer fragen mich, ob wir den keine Sirene fuer das Auto haben, damit wir schneller zum Pinguin Zentrum fahren koennen.

Der Pinguin stirbt ganz ruhig, waehrend ich ihn immer noch am Hals kraule. Wenn dieses Tier ueberlebt haette, haette es an ein Wunder gegrenzt, so hat es zumindest noch eine Chance erhalten.

 

Meine Mitfahrer sind Arbeiter einer Freiwilligen Organisation. Es tut gut wieder einmal Zeit mit Menschen in meinem Alter zu verbringen. Wir verbringen Zeit am Strand, gehen Essen und in den Ausgang.

 

Ich entscheide mich fuer eine Surflektion. Vor meiner Lektion lerne ich ein Maedchen kennen. Ist ca 8 Jahre alt und bereits eine recht gute Surferin. Aschlanta surft erst seit 3 Tagen! Ich staune noch mehr als mir jemand erzaehlt, dass ihr Vater vor zwei Monaten im Meer ertrunken ist und Aschlanta noch vor drei Tagen vor lauter Bauchschmerzen gar nicht in s Wasser getraute.

Ich verbringe ein paar Sekunden stehend auf meinem Brett und bin ein wenig stolz auf mich. So ganz geheuer wird mir nicht, ich habe grossen Respekt vor den Haien und den Felsen. Ich So getraue ich mich nicht ins Tiefe Wasser und springe ein rechtes Stueck vor den Felsen wieder ab dem Brett. Immerhin sind die Zuschauer amuesiert und feuern mich an. Nach der Lektion trage ich das Brett zum Auto des Surflehrers. Ich werde von allen Spaziergaengern hoefflichst begruesst. Ich ueberlege mir ein Brett zu kaufen, um damit spazieren zu gehen... Surfen macht jrgednwie gluecklich.

 

Nun bin ich mit den drei Hunden alleine in dem grossen Haus im Wald. Bereits nach 10 Minuten fehlt ein Hund! Der Vorsteherhund ist ueber das 2.2m hohe Tor gesprungen. Das faengt ja gut an. Zum Glueck wird er vom Dienstmaedchen nach Hause gebracht.

 Nachts versuchen inzwischen 3 Hunde in meinem Bett zu schlafen: Oskar 80kg(seine Rasse wurde gezuechtet um Loewen zu jagen),Trigger (35kg und top Athlet) und Genti (mein Lieblingshund, der mich auf  Schritt und Tritt begleitet und nur 8 kg wiegt). Obwohl jeder Abend ein Kampf ist bis ich meinen Platz im Bett habe und die beiden groesseren Hunde aus dem Zimmer locken kann, bin ich sehr dankbar um ihre Gesellschaft. Sued Afrika ist kein sicheres Land, ich muss mich Nachts mit einem Eisentor im Schlafzimmer einschliessen. Vor dem Tor schlafen die grossen beiden Hunde, das Haus ist abgschlossen und mit einem sehr hohen Zaun geschuetzt. Das Dienstmaedchen warnt mich vor den langen Fingern der anderen Angestellten. Angst habe ich nicht, aber ein komisches Gefuehl kommt da schon hoch.

 

Ich entscheide mich eine grosse Moutain Bike Tour von fuenf Stunden im benachbarten Wald zu unternehmen: Die Tour dauert zwischen 3 und 5 Stunden. Wegen einem Hurrikan sind dieWege in schlechterVerfassung: Ich trage mein Velo mehr als ich fahren kann. Auf einem Trampelpfad brennt ein kleines, ordentliches Feuer. Neben dem Feuer steht eine Schnapsflasche. Ich fuerchte mich ich habe im Zusammenhang mit Alkohol von so vielen Morden gehoert. Ich fahre weiter ohne zu atmen. Vor mir stehen zwei dunkel Gestalten in zerissenen Kleidern. Halten mich an, ich fuehle mich so dumm und naiv, wie konnte ich nur alleine so weit fahren? Ich denke sogar an Gott, was sonst wirklich nie mache. Die beiden reden in Afrikans auf mich ein. Ich schaue sie verdutzt an. Einer begreifft und meint: „Be careful the path is very slipery, enjoy you ride!“.

Haetten Tarzan und Jane ein Velo gehabt, so wurde ich mich in diesem Wald wie Jane fuehlen. Dieser Wald ist fuer mich ein magischer Ort, immerhin solange es abwaerts geht. Am Meer mache ich eine lange Pause und merke dass ich den Wald laenger anschaue als das Meer. Das beruhigt mich, es gibt also doch eine Gewisse Saettigung was das Meer anschauen betrifft.

 

Ohne Auto bin ich hier in meinem Wald ziemlich isoliert: Der Oeffentliche Transport ist extrem schlecht und teuer. Menschen ohne Geld reisen nicht. Menschen ohne Auto reisen nicht. Ich entscheide mich fuer den Rest meines Aufenthaltes ein Auto zu mieten. Die meisten Menschen hier muessen ohne Auto auskommen, oft warten sie 3-4 Stunden um einen Platz in einem Sammeltaxi zu ergattern um 15km zurueck zu legen und das zu einem  Preis der den schweizerischen Nahverkehr entspricht. Ich frage mich, ob hier eine Taximafia existiert. Mit einem Bussytem koennte so vielen Menschen geholfen werden! Ich verstehe das nicht Plet ist ein sehr reicher Ort, wird St. Moritz verglichen. Es gibt viele Organisationen, die Farbige unterstutzen, aber es gibt kein Bussystem....

 

Mit meinem Golf grilliere ich mit neuen Freunden am Strand, besuche neugeborene Papageien, wandere durch das Naturreservate, gehe die Hunde Spazieren.

Der erste Hundespaziergang verlaeuft nicht sehr gut. Nach 2 Minuten springt ein Bock ueber die Strasse und nach 2 Minuten und 2 Sekunden stehe ich fuer 30 Mintuen ohen Hunde da.

 

In Baffalo Hills, einem Tierreservat darf ich einen Tag lang dem Wildhueter ueber die Schultern sehen. Ich streife mit ihm durchs Gebuesch und suche eine Neugeborene Antilope. Ich lerne eine wenig Spuren zu lesen. Mir gefaellt der Busch sehr.

 

Ich freue mich sehr auf naechste Woche: Ich fahre nach Kimberley und darf helfen die Tiere eines Reservat in ein anderes zu zuegeln und das eine ganze Woche lang. Der Vater von Anndri, der Tieraerztin hat mich gefragt, ob ich dazu Lust haette! Klar habe ich das! Die 800 km bis Kimberly werde ich wohl mit dem Golf schaffen.

 

So genug gefasselt. Bis uebernaechste Woche.

 

Liebe Gruesse

Fraezi

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