Aarelaeufer
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16./17. Etappe Aarau-Brugg / Brugg Koblenz 25.& 26.04.2011 Text Silvia Liechti

Erstellt am 29 April 2011 at 06:09
Das anhaltende schöne Wetter über die Ostertage motivierte uns die beiden letzten Etappen unter die Füsse zu nehmen. Das Datum war schnell mal festgelegt auf den Ostermontag. Was noch nie der Fall war, wurde langsam beschwerlich Wo kann man übernachten? Der Verkehrsverein Brugg machte mir keine grossen Hoffnungen, da viele Pensionen geschlossen seien - oder bereits belegt. Diese Tatsache konnte ich nicht akzeptieren und so telefonierte ich unermüdlich. Die Wirtin der Penison Alice gab mir schliesslich den entscheidenden Tipp. Buschbeizli Schinznach Bad. Nach einem kurzen Telefongespräch war klar, so würde unser Hotel heissen. Hansruedi, wie immer zuständig für die Route war skeptisch, jedoch vertraute er mir. So starteten wir in Aarau. Eine ganz, ganz schöne Wanderung.Schön im Schatten der Bäume, wild, blumig, farbig duftend waren unsere Eindrücke. Die Vögel sangen uns zu und ein Specht klopfte seinen eigenen Song in einen Baum. Die Mittagsrast benutzten wir um unsere Füsse zu baden.Wir waren nicht die Einzigen, auch Eltern mit Kindern waren bereits mit den Beinen im Wasser. Schon gings wieder Richtung Brugg und urplötzlich schmerzten meine Füsse, nicht der Halux, sondern die beiden äussersten Zehen am linken Fuss. Herr und Frau Rüegg, die uns immer wieder begegneten und mit denen wir ins Gespräch kamen, trafen wir ein letztes Mal kurz bevor wir unser Buschbeizli sahen, Herr Rüegg hat uns versprochen den Blog über unsere Wanderung zu lesen. Danke für die Wandertipps. Froh endlich am (Fast) Ziel zu sein, konnte ich mich doch etwas erholen - aber da war ja noch die Strecke Schinznach Bad-Brugg. Ich habe gelitten - dass das nur der Anfang war wusste ich Gottseidank nicht. Mühsam erreichten wir bei grosser Hitze den Bahnhof völlig erschöpft teilten wir uns ein Portion Pommes, dazu ein Bier. Per Zug gings dann zurück in unsere Buschbeiz. Ich muss meinem Wanderkollegen ein grosses Dankeschön sagen, er musste meinen Leidensweg teilen. Nachdem wir wieder etwas ausgeruht waren, gings in die" Hoschtet" unter den Baum. Ein leicht überfütterter Mobs begrüsste uns wohl in der Hoffnung auf eine milde Gabe. Die Speisekarte war schnell gelesen, Servelats oder Bratwurst vom Grill mit einem Stück Brot - ENDE. Wir genossen die Bratwurst und auch die zwei "Halbeli" und noch bevor es dunkel war, waren wir in unseren Zimmern. Es war sehr sauber und gut, nur der Boden knarrte unerbärmlich sobald man sich in Bewegung setzte.So hörte man wenn ein Telefon klingelte, was gesprochen wurde, wer die Toilette benutzte. Müde genug schlief ich schnell ein. Der nächste Morgen - oh Schreck das Laufen ging nicht besser, trotz Verarztung, trotz Blasenpflaster. Ich wusste schon vor dem Morgenessen; in Brugg werden neue Schuhe gekauft. So kam es, dass ich mit verschiedenen Schuhen begann zu laufen. Mal mit den neuen Schuhen, dann mit den Badschlappen, mal ohne, dann mit Socken und immer im Hinterkopf du musste noch 20km durchhalten. Irgendwie schaffte ich es bis Döttingen, dort war die Apotheke offen und ich wurde fachgerecht verarztet, was nicht hiess dass ich ohne Schmerzen war.

 Was nun kam war nicht nur für mich mühsam. 4km auf dem Damm, rechts Häuser und Matten links Wasser und dazwischen dieser aufgeschüttete asphaltierte Damm. Pfeiffengerade...... Man sah kein Ziel, kein Schatten. Dass wir uns angeschwiegen haben versteht sich, jedes kämpfte. Hansruedi mit seinem Knie und ich mit mir und den Blasen. Inlineskater kamen uns elegant entgegen.Was hätte ich gegeben für Räder oder ein Trottinett. Das Kraftwerk kam endlich näher sowie auch unser Endziel. Noch einen Kilometer durch den Sand, dafür am Schatten. Dann sahen wir unsere Brücke. Uns fehlte es beiden an der Euphorie, die wir immer entwickeln wollten wenn wir dann........ ja, uns so standen wir auf dieser Brücke, zwar glücklich unser Projekt abgeschlossen zu haben - aber doch ziemlich geschafft. Selbst das Bier konnte an diesem Umstand nicht viel ändern. Die ersten Gratulationen kam per SMS und langsam kehrten auch unsere Lebensgeister zurück. Wir begannen uns wirklich zu freuen und blickten auf eine Wanderzeit zurück die wir um nichts in der Welt missen möchten. Viele schöne Stunden, Bekanntschaften und Begegnungen sind in unseren Herzen verankert. Wir werden wieder einmal aufbrechen zu einem unbekannten Ziel. An dieser Stelle möchten wir allen - vor allem unseren Ehepartnern - danken für die Unterstützung und die vielen lieben Worte die uns auf dieser Reise belegeitet haben.

15. Etappe Winznau-Aarau 01.04.2011 Text Silvia Liechti

Erstellt am 4 April 2011 at 11:19
Nach einer längeren Marschpause, bedingt durch gesundheitliche Probleme, spüren auch wir wieder den Frühling und somit die Wanderslust. Greti und Walter begleiten uns, was uns natürlich sehr freut. Ab Winznau marschieren wir Richtung Aarau, eine schöne, verspielte Gegend. Alles beginnt zu blühen und vor allem zu grünen. Das Kernkraftwerk Gösgen war mal rechts, mal links von uns. So nah waren wir noch nie, man sieht es ja immer nur von Weitem. Irgendwie hatte man einen gewissen Respekt vor diesem imposanten Bau. Nichtzuletzt kamen uns ja die Gedanken von Japan in den Sinn. Die Zeit verging wie im Flug und schon waren wir in Schönenwerd angekommen. Die Mittagsrast war nicht allzu lang,und einige Vierbeiner (und dessen gab es viele) verspührten wohl auch Hunger, denn sie umkreisten uns in der Hoffnung, dass jemand bereit sei zu teilen. Ein Velofahrer, ebenfalls in Begleitung eines Hundes,(oder was es sein sollte), erklärte uns die Sehenswürdigkeiten von Schönenwerd und welchen Weg wir unbedingt nehmen müssen um nichts zu verpassen. Der Ballypark, wunderschön, fast eine ganze Reise wert. Die Pfahlbauerhäuser, verschiedene Bäume,Teiche, ja das haben wir gesehen wenn man mit offenen Augen vorbeiläuft - aber da ist ja noch der Parkwächter gewesen, er erzählte uns eine  halbe Stunde über verschiedene Themen des Parkes. Erklärte die Bäume,die Sträucher, wie dass es dazu gekommen ist, dass überhaupt ein so schöner Park entstanden ist. Es gibt Leute die etwas erklären und man hört zu, aber dieser Mann erklärte nicht nur etwas - er lebte auch was er sagte - und konnte so das ganze mit grosser Begeisterung erzählen, wie ein Roman. Still gingen wir weiter, jedes musste wohl erst seine eigenen Gedanke ordnen. Aarau war ja nicht mehr allzuweit. Eine kurze Rast, das obligate Füssebaden und schon nahmen wir die letzte Strecke auf dem Damm unter die Füsse. Biberspuren sahen wir viele. Die arbeiten auf Hochtouren, sicher nicht zur Freude von allen. Der Schachen Aarau begrüsste uns - schon wurden Stimmen laut für ein kühles Blondes. Ja, das ist halt schon fast Tratition einen Marsch so zu beenden. Ein ganz schöner Abschnitt, den wir nie gesehen hätten, wäre da nicht  unsere Schnapsidee vor langer Zeit entstanden.

Nächste Etappe voraussichtlich 25. + 26.  April. 2011. Aarau-Brugg/Brugg Koblenz: Start Bahnhof Solothurn 08.00 Uhr Perron 1

14. Etappe Murgenthal- Winznau 31.10.2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 2 November 2010 at 04:14
Die schönen Herbsttage sind da um ausgenützt zu werden, zum Wandern ideal. Zu 5 gings diesmal auf die Strecke. Alles schon erfahrene Aareläufer, Christine, Walter, Greti, Hansruedi und Ich. Unsere Wanderung begann bei der Holzbrücke in Murgenthal. Wir entschieden uns für das linke Ufer. Vom Fluss Aare bin ich immer noch begeistert, jedoch in dieser Region ist es schwierig der Aare entlang zu wandern, es sind fast keine Naturwege vorhanden. Das hiess für uns viel geteerte Strassen zu laufen und das ist nicht unsere Vorliebe. Schon von der Brücke her gings einige Kilometer auf Teerstrassen durch Fulenbach.. Bei Boningen gings wieder besser. Unsere vertrauten Bilder waren wieder da.Die Aare. Das Schloss Aarburg begrüsste uns von weitem. Wir waren von der Grösse und der Schönheit überrascht.
Dass dies ein Naherholungsgebiet ist für viele, finde ich sehr gut und schön - nur - je näher man der Stadt Olten kam - desto mehr Kehricht lag,achtlos weggeworfen, am Strassenrand. Da kann man nur noch den Kopf schütteln...... wirklich schade. Ist wohl ein Produkt unserer Wegwerfgesellschaft.   Von weitem sah man das Sälischlössli. Es posierte  in luftiger Höhe, hoch über Olten. Leider war schon wieder Teerlaufen angesagt. Erst kurz vor dem Bahnhof konnten wir wieder richtig der Aare entlangwandern. Viele Leute nutzten diesen schönen Sonntag zu einem Spaziergang. Richtung Winznau wurde es wieder ruhiger. Mit recht schweren Beinen kehrten wir nach Hause zurück. Für mich war es die Etappe die mir am wenigsten gefiel.

Nächste Etappe voraussichtlich 1. April. 2011. Winznau-Aarau: Start Bahnhof Solothurn 08.00 Uhr Perron 1

13. Etappe Attiswil-Murgenthal 21.10.2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 23 October 2010 at 11:00

Nach einer längeren Schlechtwetterphase nutzten wir wohl einer der schönsten Herbsttage für eine weitere Etappe. Heinz Schär ein Kollege von mir, marschierte mit. Start war in Attiswil. Schon um 09.30 h war der Himmel stahlblau. Die Morgenruhe störte zuerst nur die Autobahn. Bald war diese jedoch weit weg und die Natur zog uns in ihren Bann. Die Sonne vermischte sich hin und wieder mit den Nebelbänken auf der Aare. Unsere Begleitmusik waren die dürren Blätter auf dem Boden.  Beim Kraftwerk Bannwil machten wir die Mittagsrast. Auf der Strecke von Aarwangen zum nächsten Kraftwerk Wynau klärte uns Heinz über die Vielfälltigkeit der Fischerei auf. Es war interessant und im Nu waren wir an einem vorgesehen Platz angelangt, wo es hiess:Obligatorisches Füsse baden. Brrrrrrr...... Heinz konnte sich nicht dazu entscheiden. Die letzten Kilometer waren für meine Füsse wieder schwer. Ich war gar nicht unglücklich, dass wir nach 23 km Murgenthal erreichten. Eine kurze Stärkung in einem Restaurant lag drinn bevor wir den Zug nach Langenthal besteigen konnten. Eine für mich neue Erfahrung war das Bipperlisi - auch es setzte alles daran, dass wir gut nach Hause kamen.
Schön war's.

Nächste Etappe voraussichtlich 31. Okt. 2010. Murgenthal-Winznau: Start Bahnhof Murgenthal 8.50 Uhr

12. Etappe Selzach-Attiswil 29.09.2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 30 September 2010 at 07:18
Die bessere Strassenführung der Aare entlang veranlasste uns in Selzach (visa-vis von Nennigkofen) zu starten. Martin Gehriger, der Cousin von Hansruedi, wanderte diesen Abschnitt mit uns. Auch konnten wir dank dem "Heimvorteil" einen etwas späteren Zug nehmen. Die Bauern waren schon mit Rüben ausmachen beschäftigt und man merkte überall, dass man doch in der Nähe von einer Stadt war. Viele Fischer waren bereits am Aareufer versammelt, natürlich jeder an seinem Lieblingsplatz. Martin entpuppte sich als grosser Kenner der Gegend und so waren wir in Windeseile in Solothurn. Der Campingplatz war unser Ziel für den Kaffeehalt - denn - diesmal konnten wir ohne grossen Rucksack, ohne Proviant, loslaufen und das schätzte meine Achsel besonders. Immer wieder finde ich halt Solothurn als meine schönste Stadt. Vielleicht einfach auch weil ich weit über 20 Jahre täglich hier meiner Arbeit nachging. Der imposante Bau des alten Spitals, die ganze Gegend rund ums Landhaus. Hier fühlt man sich einfach zu Hause. Beim alten Schlachthaus umringten uns die Tauben, so wie das eben in Solothurn gang ung gäbe ist. Etwas ruhiger gings dann in Richtung Emmenspitz. Zu meinem Erstaunen war auch diese Strecke sehr belebt. Velofahren, Jogger, Walker, Spaziergänger mit Ihren treuen Begleitern. Jeder schien auf seine Weise diesen wunderschönen Herbsttag zu geniessen. Natürlich fehlte unser Fussbad auch dieses Mal nicht. Unterhalb des Kraftwerkes war`s so weit. Martin konnte sich nicht dazu überwinden. Seine"  Luxusfüsse " sind halt an warmes Waser gewöhnt. Die restlichen paar 100 Meter waren schnell hinter uns, nicht zuletzt weil jedes von uns wusste, dass Margrit, Hansruedis Frau, uns zu Hause erwartet. Mittlerweile war mein Mann bei Margrit eingetroffen und so wurden wir verwöhnt mit einer reichhaltigen Käseplatte, frisch gebackenem Zopf und natürlich mit einem guten Glas Wein .  Danke für diese nette Einladung. Zufrieden, wenn auch diesmal nicht müde, liessen wir diesen Tag ausklingen. Langsam werden unsere Etappen nun wieder entfernter und länger. Wir rechnen noch mit ca. 6 Etappen bis Koblenz, wer noch gerne mitmarschieren möchte, muss sich sputen.

11. Etappe Busswil - Nennigkofen 20.09.2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 21 September 2010 at 12:46
Wie wahr: Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung. Ich könnte nun viele Eindrücke beschreiben; wie, wunderschön, einmalig usw. Erst wenn man so in der Natur gehen kann, wird einem wirklich bewusst, was für ein irrsinnig schönes Gut wir mit der Schweiz besitzen.
Von Busswil der Aare entlang ist ganz speziell, vor allem die alte Aare hat unsere Herzen erobert. Greti, unsere treueste Mitwanderin und mein Mann Walter, kamen mit. Ein Herbsttag wie man sich nur wünschen kann. Nicht zu heiss, blauer Himmel und gute Stimmung. Büren kam bald in Sicht. Im Städtli war unsere erste Kaffeepause. Büren ist immer ein Besuch wert. Klein aber fein. Weiter gings dem rechten Ufer entlang. Einige Fischerboote und Kanus waren zu sehen, aber sonst war es sehr ruhig. Der Mittag kam näher und so auch die Mittagsrast. So etwas schönes, muss man weit suchen, sauber aufgeräumt, direkt an der Aare inkl. öffentlich zugänglichem WC - obwohl man dort eine leicht andere Sprache spricht, fanden wir das Gesuchte WEH ZEH. Wir waren im Fischerhaus Rüti-Arch-Leuzigen angekommen. Allen die helfen eine solche Idylle instand zu halten, gilt an dieser Stelle unser herzlichen Dank. Weiter gings, nicht mehr so ohne Geräusche. Der Flugplatz und die Autobahn gaben den Ton an. Bald aber waren wir wieder nur mit der Natur zusammen. Altreu war vis-a-vis, Füsse baden, Flachmann konsultieren usw. was man halt alles macht. Sogar ein Ehepaar aus Rüti wurde mit dem feinen Nass sprich Schnaps eingedeckt. Letzte Wegetappe; warum nur sind hier überall so komische Spuren über die Strasse. Grosses Raten war angesagt ! Wildschweine, Bauern die mit Wasserpumpen ihre Felder bewässern , wir konnten diese Spuren nicht zuordnen: Ein Bauer aus Leuzigen, zufällig der Mann einer Schulkollegin von mir, kam uns mit dem Traktor entgegen und wir stoppten ihn um ihm genau diese Frage zu stellen. Urs Jäggi lachte und meinte: das sind die Biber die sich ihr Essen ab dem Feld holen. Sei es Mais oder Zuckerrüben. Erstaunt stellten wir uns das Treiben bei Nacht vor. Nennigkofen stand auf dem Schild. Bei meiner Tochter konnten wir nochmals den Durscht löschen. Herzlichen Dank an dieser Stelle, war Sie doch am Arbeiten - trotzdem konnten wir einkehren. Erneut eine super Etappe.
Nächste Etappe (12) 29. Sept. 2010. Start Bahnhof Solothurn 09.13 Uhr Selzach/Attiswil

10. Etappe Frieswil/Oberruntigen - Busswil 12.09.2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 14 September 2010 at 11:27
Dank Margrit (Hansruedis Frau) erreichten wir unseren Ausgangspunkt bequem per Auto. In Aarberg kam meine Oergelikollegin Silvia Spring noch dazu. Zu dritt gings los. Zuerst war Hundegebell angesagt. Ich denke ganz Oberruntigen wurde wachgebellt. Ein steiler Weg führte herunter an die Aare. Idyllischer kann man sich ein Sonntagmorgenerwachen kaum vorstellen. Fast geisterhafte Ruhe, leichter Nebel über der Aare. Nur einige Enten die die Morgentoilette machten waren zu sehen. Zum Wandern absolut ideales Wetter. Mit Silvia hatten wir eine Person die sich super in der Gegend auskannte und viel zu erzählen wusste. Bis Aarberg begleitete Sie uns. Nach einem gemeinsamen Kaffeehalt mitten im Stedtli, war für uns beide wieder marschieren angesagt. Die "alte Aare". Einfach ein absoluter Traum, Natur pur. Mal gerade und zügig, mal gemächlich verspielt. Immer wieder kleine Nebenteiche die von Fröschen, Fischen, Libellen und und und........belebt sind. Ein schöner Natur-Erholungsort. Was auch die zahlreichen Hunde mit ihrem Herrchen ausgiebig nutzten. Busswil kam in Sicht und immer die letzten 2 km machen mir zu schaffen. Irgendwie ist es dann immer am Heissesten......kommt doch noch die Betonstrasse dazu - oder sind es die über 20 km in den Beinen? Ohne grosse Worte gings direkt in die schöne Gartenwirtschaft wo wir herzlich von einer jungen Dame empfangen wurden. Per Bahn bis Büren a/A und von dort wieder mit dem Bus nach Solothurn. Wir erfreuten uns beide erneut an einem schönen Wandertag mit vielen tollen Eindrücken und schönen Bildern.  Wanderzeit   6 Std

9. Etappe Worblaufen - Frieswil 06.09.2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 7 September 2010 at 09:32

Nachdem wir in Worblaufen unserem freundlichen Schalterbeamten ( Freikarten nach Bern auf Etappe 8), noch Morenköpfe vorbeigebacht hatten, starteten wir zu unserer neunten Etappe. Gespannt auf den Wohlensee waren wir drei alle, denn es war ein Gebiet das wir überhaupt nicht kannten. Landschaftlich war diese Etappe auch schön, aber nicht zu vergleichen mit Thun-Bern. Der Wohlensee aber überzeugte uns nicht gerade, war doch unsere Seite sehr verschlammt und lud nicht zum Baden ein. Schon kurz nach Wohlen machte sich in  unseren Bäuchen der " Gluscht " nach einem Kaffee breit. Aber wie sich später herausstellte, war auf der ganzen Etappe keine einziges Aarebeizli anzutreffen. Ein Bauernhof versprach mittels Plakat diverse Getränke und Backwaren an, leider nur am Samstag. Wir haben trotzdem schnell eine Rast eingelegt und ein Glas Süssmost getrunken, Der Bauer, den wir höflich um einen Kaffee baten - natürlich gegen Bezahlung - war nicht mal bereit, in der Küche nachzufragen. Ja, und so wanderten wir weiter. Eine schöne Bank mit Tisch und Grill lud uns 2 km später versöhnlich ein, eine Rast zu machen. Greti, die Wein mitgeschleppt hatte,konnte sich endlich von der schweren Last befreien. So nahmen wir gemütlich Apèritif und Mittagessen ein. Wie es sich gehört. Dem Weg entlang kam ein Wanderer den wir baten uns doch einmal zu Dritt vor die Linse zu nehmen. Geht ja sonst nicht ! Er war dafür sofort bereit, trug er doch einen Fotoapparat mit sich, der um einiges grösser und reichhaltiger ausgetattet war als unsere     " Kredikartentformatkameras" .     Greti bot ihm dafür ein Glas Weisswein an und so assen wir zusammen das  "  Menu " das aus dem jeweiligen Rucksack kam. Zu unserem Erstaunen sagte uns Hansruedi Schlumpf.......auch ein Hansruedi....... dass er auf dem Weg sei von -  Basel auf die Grimsel - d.h. genau den gleichen Weg, nur in umgekehrter Richtung. Sofort gabs Gesprächstoff in grosser Menge. Wir hatten noch kurz die gleiche Strecke zu laufen bevor er dann nach Mühleberg abbog. Die Adressen wurden natürlich ausgetauscht. Langsam mussten auch wir schauen, dass wir in Richtung Frieswil kamen. Ein kurzer aber happiger Aufstieg, nach 5.5 Stunden wandern, machte uns allen zu schaffen. Endlich kamen Häuser in Sicht. Oberruntigen, hiess dieses kleine Dorf. Wir waren direkt auf dem Dorfplatz " gelandet "und da sahen wir sie - zwei Knaben ca 10jährig. - zwei Harrassen - einige Plastikbecher - ein kläffender Hund der als "Anmeldestation" wunderbar funktionierte, unsere kleine Beiz.  Es war ....h e r r l i c h.    Es gab an diesem Getränkestand Eistee, Orangina oder Hahnenwasser, den Becher für 1 Franken. Was will man mehr? Auf unsere Frage, ob sie dann viel Arbeit hätten, meinten die beiden Knirpse, nein, seit gestern seid Ihr die Ersten.  Schon vor einiger Zeit sagte Hansruedi, dass ein alter Freund auf der Käserei in Frieswil sei und er ihm schnell einen Besuch abstatten möchte. Also nicht wie los. Vor uns lagen drei km Asphalt , pralle Sonne, uhhh .....das wird uns ganz schön zu schaffen machen. Greti und ich liessen die Köpfe hängen - nur nicht nach vorne schauen. Ohne es richtig zu bemerken, hatte sich Hansruedi mit dem Vater der Kinder unterhalten und ihn gefragt, ob er auch Taxifahrten mache und  uns schnell nach Frieswil fahren würde, zumal wir ja diesen Weg bei der nächsten Etappe wieder laufen müssten.Er hat natürlich spontan zugesagt. uhhhh waren wir froh....... und sind ihm sehr dankbar. Vor dem Haus des Freundes von Hansruedi wurden wir ausgeladen, Ueli Rätz mit seiner Frau Vreni waren zu Hause und das Wiedersehen der "Attiswiler" war perfekt und herzlich. Wir kamen zu unserem "Kühlen Blonden" und hatten wieder ein schönes Erlebnis mehr in unseren Erinnerungen. Per Bus waren wir in Windeseile wieder in Bern. Die RBS war wiedereinmal unser Taxi nach Hause.         Wanderzeit 6 Std

8. Etappe Münsingen - Worblaufen 26.08.2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 27 August 2010 at 09:35
Die Bahnfahrt dauert nun nicht mehr so lange, das merkt man deutlich. Zu Dritt beginnen wir die Etappe in Münsingen. Greti ist mit von der Partie und das freut uns besonders. Schöner könnte das Wetter und die Route nicht sein. Traumhaft ist dieser Weg dem linken Aareufer entlang. Für Jedermann/Frau begehbar. Kurz vor dem Dählhölzli liessen wir uns von der Fähre ans andere Ufer bringen. Auch das ist ein schönes Erlebnis. Zu unserer Verwunderung kramte Greti 3 Gläser aus dem Rucksack und füllte diese mit Weisswein.Wow...... der Moment hätte nicht passender sein können. Wir wussten, dass wir im Dählhölzli erwartet wurden und so gings mit ein wenig  INTUS  raschen Schrittes Richtung Tierpark. Marianne und Ruedi warteten bereits auf uns. (Bekannte von Greti uns Hansruedi) Es gab viel zu erzählen,und wir machten auch einige Fotos. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Marianne und Ruedi für das" Gespendete ". Nun gings Richtung Bärengraben und dann Richtung Stadt. Langsam wurde es heiss. Auf dem "Läuferplatz" machten wir eine kurze Rast , wie es sich gehört, als Aareläufer. Ein cooler Tip von Marianne: linker Aareuferweg.(ist viel schattiger als der Rechte) . Gut zu wissen, denn die gut 30° waren spürbar. Auf der Höhe von Tiefenau stand plötzlich ein Plakat auf der Strasse mit Bildern von gutem Eis. Niemand sagte "nach links", es zog uns einfach hin. Ich für mich könnte da einen Roman davon schreiben - mit einfachen Worten - ein Haus (sprich Höhle/Stall/Loch) eingesperrte Katzen, ein kläffender Hund, Hühner neben dem Tisch, Tische und Stühle dreckig.Wääähhhh..... Ich für meinen Teil hätte nie absitzen können!!!!!! Gut war das Eis eingepackt!!! mich fings an zu beissen und endlich begiff auch der Rest der Truppe dass mir nicht ums Bleiben war. Eis essen im Laufen war angesagt. Gut gings wieder der Aare entlang und wir machten halt um unsere Füsse zu baden,denn langsam waren wir warmgelaufen.Aber von unten her. Meine Abkühlung viel üppiger aus als sonst - ich spürte immer noch die kleinen Tiere die mich fessen wollten ääääähhhh. Den bekannten Schrebergärten vom" Thormemätteli" entlang, gings dann Richtung Worblaufen.Wie üblich hatten wir wiedermal das kühle Blonde vor den Augen und wir fanden ein schönes Gartenbeizli .Irgendwie aber" verdunstete" DAS so schnell wie es gekommen war. Schnell brachte das Fräulein nochmals die gleiche Runde. Hansruedi erkundigte sich am Schalter nach dem Zug. Was wohl ein Fehler war, wie sich herausstellte. Als wir dann das Billett lösen wollten erklärte ein anderer Beamter, dass wir etwas Geduld haben müssen, denn der Zug fahre nur bis Jegensdorf,dann warten und umsteigen."Das würden wir schon erleben"..... und ein Wort gab das Andere. Wir erzählten ihm unsere Geschichte. Auf dem Perron angekommen kam auch schon ein Zug und im gleichen Augenblick auch unser Beamter. Er drückte mir 3 Freikarten in die Hand und sagte wir sollen nun sofort einsteigen und dann in Bern nach alter Manier den Zug nehmen. Alles ging so rasch, Greti und Hansruedi wussten gar nicht wie und warum und schon gings los Richtung Bern. Hansruedi erblasste und meinte, warum das ,wir sind falsch..... wir fahren ja in die falsche Richtung.....wir haben ja keine Billette!!!!!!!!. Eine gründliche Aufklärung war nötig und schon stand unserem Nachhauseweg nichts mehr im Wege. Das Bier stieg uns Frauen ein wenig in den Kopf und so fanden wir vieles sehr,sehr lustig. Es war eine der schönsten Etappen.

Nächste Etappe voraussichtlich: Start in Worblaufen - bis ?? am  06.09.2010 ab Bätterkinden 06.59 Uhr, Abmarsch ab Worblaufen ca. 07:30 beim Bahnhof!



7. Etappe Oberhofen - Münsingen 21.08.2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 22 August 2010 at 09:49
Wer poltert an meine Türe. Unglaublich, aber es war schon wieder Zeit den Rucksack zu packen. Trotzdem dass ich später aufstand, war ich schneller mit allem fertig als mein Kollege!!!!  Also raus aus den Sternen (hatte glaub ich nur 3 an der Wand) zum Fussvolk. Wir kamen zügig voran, denn es war ein Seeweg (bekanntlich ohne Höhenmeter) Thun war in Sicht und die Leute waren schon auf der Promenade. Von weitem hörten wir Musik.  Hei... werden wir erwartet? Ist das wegen uns? Nein,natürlich nicht. Die Pontoniere feierten ein Fest. Auf leichten Druck meinerseits wurde die Marschrichtung via Innenstadt verlegt. Es war Markt und für mich bedeutet das einfach Leben. Die Aare wieder im Blickfeld gings Richtung Münsingen. Das ist ein absoluter Traumweg, Alles dem Fluss entlang, Vorwiegend auf Waldboden, schön im Schatten. Ein sehr beliebter Freizeitort für Alt und Jung. Dutzende von Gummibooten mit gut gelaunten Leuten überholten uns mit einem Tempo das fast beängstigend war. Ueberall Grillgeschmack, ganze Gruppen die zusammen Musik hörten, dann Wanderer mit den 4 beinigen Begleiter, Velofahrer , einfach ein buntes Treiben. Ich weiss, dass ich von nun an immer mein Badekleid bei mir haben werde. Bis jetzt war es immer so: Hansruedi ass Brot und Landjäger und ich Brot uns Servela - die wäre aber viel , viel besser auf dem Grill!!!! Ohne mit der Wimper zu zucken war es so wie es war. Nur das Baden liess mich keinen klaren Gedanken fassen. Wie schön malte ich mich mir das aus. An einem geeigneten Ort konnten wir dann doch noch unsere Beine abkühlen, den Kopf ins Wasser strecken - uns siehe da - das Wandern ging wieder flotter. Wie schnell ist man doch auf der Autobahn von Thun nach Münsingen und wie lang zieht sich der Wanderweg. Die Badi Münsingen, unser Ziel, wollte einfach nicht kommen. Die letzten paar huntert Meter waren schweigsam. Bei der Badi angekommen spendierte Hansruedi ein Eis und langsam kamen auch die Lebensgeister wieder. Der Bus brachte uns zum Bahnhof. Diese 20 Minuten von der Badi zum Bahnhof an der brallen Sonne, wäre wohl mein Alptraum gewesen. Der Bus hielt genau vor einem Bistro am Bahnhof. Ich war noch im Bus - man drängelt ja nicht nach vorne - sah ich Hansruedi schon im Korbstuhl sitzen und sein ersehntes kühles Blondes bestellen. Freundschaftlich wie er nun mal ist, bestellte er auch für mich ein Panache - in dieser Hinsicht verstehen wir uns wortlos.
Nächste Etappe voraussichtlich: Start in Münsicngen - bis Bern 26. August, ab Bätterkinden 06.59 Uhr, Abmarsch ab Münsingen ca. 07:55 beim Bahnhof!

6. Etappe Interlaken-Ost Gunten/Oberhofen 20.08.2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 22 August 2010 at 09:23
Nur zu Zweit ging es Richtung Interlaken.  Regiozug Spiez - Interlaken Ost. Viel Regen und wir machten nicht gerade glückliche Gesichter. Ein junger Mann hat uns wohl beobachtet und fragte uns, ob wir nicht Schirme möchten.Er arbeite bei der BEKB in Interlaken und es sei eine Frage von ein paar Minuten und er wäre wieder beim Bahnhof mit zwei Schirmen. Wir bedankten uns höflich und waren ein weiters Mal überrascht  von so viel Hilfsbereitschaft. In Interlaken Ost war der Regen vorbei und so gings auf Schusterrappen wieder los Richtung See. Ferienstimmung überall, Zeltplätze, Deltasegler, Velofahrer, alles war auf den Beinen. Der erste Wegweiser mit den Namen Beatushöhlen.Merligen und Gunten lagen vor uns und wir wussten nun gings hinauf und wieder hinunter und das viele Male. Gut dass wir die Höhenmeter nicht rechnen. Das Wetter war ideal, keine pralle Sonne, aber trotzdem schön warm. Hansruedi schaute immer ein wenig die vielen Pilze an, die mehr oder weniger nahe dem Pfad waren. Er machte Fotos und ich marschierte weiter. Ja, der hat ja Meilensteinebeine und war immer wieder schnell hinter mir. Plötzlich rief er mir nach:  komm mal zurück und schau Dir dieses Prachtexemplar an !  Mühsam wieder den Weg hinunter (es war gerade sehr steil) sah ich - nichts. Wo fragte ich, ich sehe keinen Pilz. Er lachte nur blöd und deutete auf einen Grenzstein und erklärte mir ,dass dies ein "Mehrtagesköchling" sei.!!!!!!!! Ich konnte später auch darüber lachen. Gunten zeigte der Wegweiser, also Abstieg. In den Bergen ist das schon viel viel praktischer eine Unterkunft zu suchen. Es hat halt einfach eine Berghütte mit Massenlager und fertig. Gunten wartete nicht auf zwei verschwitzte Wanderer mit Rucksack - nein das sah man an den parkierten Autos. Suche erfolglos beendet. Oberhofen, ja das tönt doch weniger Vornehm Im ersten angeschriebenen Haus hatte wir Glück. Nicht zu Massenlagerpreisen konnten wir unsere Zimmer beziehen. Schön am See, der Niesen vor den Augen. Um 21.00 Uhr verschwand dieser majestätische Berg in meinen Träumen. (Später wäre er beleuchtet gewesen!)

5. Etappe Ebligen - Interlaken 10.08.2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 12 August 2010 at 11:32
Mit grosser Freude gehen wir diesmal zu Viert auf die Tour. Mein Mann Walter und meine Freundin Christine begleiten uns. Die zweite und grössere Hängebrücke in Ebligen war besonders faszinierend. Über 100 m frei schwebend, wirklich ein schönes Erlebnis. Das Wetter könnte nicht besser sein und so kam es, dass wir auf verschiedene Leute trafen. Ein äusserst gesprächiger Kleinbauer wollte uns spontan Land verkaufen, mit Handschlag. Natürlich willigten wir nicht ein. Bei einem Haus stachen uns die Aprikosen ins Auge. So viele Aprikosen an einem Baum und niemand schien diese zu pflücken - denn einige wären bereits fürs Fass, nur unsere Kinderstube behütete uns vor dem "pflücken". In Interlaken angekommen, gab es die ersehnte Belohnung in Form eines kühlen Blonden.

Nächste Etappe voraussichtlich: Start in Interlaken - bis Gunten 20. August, ab Bätterkinden 06.59 Uhr, Abmarsch ab Interlaken Ost ca. 08:30 beim Bahnhof!

4. Etappe Meiringen - Ebligen 06.08.2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 6 August 2010 at 10:17
Zu unserer grossen Freude konnten wir die 4. Etappe bereits zu Dritt laufen. Greti gesellte sich zu uns und wir hatten richtig Spass zusammen. Von Meiringen nach Brienz ist ein verspielter Abschnitt. Teils auf freiem Feld, teils im Wald, an einem kleinen Weiher entlang, der für Fotos eine ideale Kulisse ist. Der Wanderweg führt durch den Ballenberg. Plötzlich waren wir mitten unter den Touristen. Von weitem sahen wir den See, der uns dann auch prompt zum Fussbaden einlud. Die vielen Restaurants am See luden ebenfalls zum verweilen ein. Alle drei hatten Lust auf ein kühles Bier. Bei Hansruedi kam wieder so der Gedanke an Pommes-Frites hoch und so kam es wie es musste, Pommes-Frites mit Ketchup wurden genüsslich verzehrt. Etwas früh an der Zeit, beschlossen wir noch bis nach Ebligen zu laufen. Der Anstieg auf die Höhe war schweisstreibend (Bier sei dank, man weiss es ja). Zu unserem Erstaunen kamen wir an eine schöne Hängebrücke was wiederum hiess: " Fotoapparate raus". In Ebligen angekommen mussten wir merken, dass unsere SBB-Bildung noch lückenhaft war. Das Billet ausdrucken ging ja noch - schon kam ja der Zug - und fuhr vorbei. Erst bei  näherem Betrachten des "Häuschens" sahen  wir den Knopf "Zug hält auf verlangen". Sofort wurde der Knopf gedrückt und nach 10 Minuten kam der nächste Zug. Er hielt auch prompt - aber er fuhr in die falsche Richtung. Der Lokführer hatte für uns kein Lächeln, sondern nur ein Kopfschütteln übrig. Sofort drückte man wieder diesen einen Knopf - und siehe da - etwas "später" kam dann der" Zug der guten Richtung". Ab sofort zählen wir uns nun zu den erfahrenen Zuggästen - bis zum nächsten Stolperstein.

Nächste Etappe voraussichtlich: Start in Ebligen - bis Interlaken 12. August, ab Bätterkinden 06.59 Uhr, Abmarsch ab Ebligen ca. 08.50 beim Bahnhof!

3. Etappe Guttannen - Meiringen 29.07.2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 30 July 2010 at 08:48

Die Sonne weckte uns, resp. Hansruedi. Ich war irgendwie im Tiefschlaf und hatte die erste Stunde Mühe mich für den Marsch zu motivieren. Mein Bein schmerzte - Chemie sei dank - es ging nach einem guten Frühstück einigermassen besser. Bis Innertkirchen wollte ich es unbedingt schaffen. Dem alten Säumerweg entlang war ein schönes Erlebnis, schöne Blumen, wilde kleine Bächlein, Schmetterlinge, ja sogar Heidel- und Erbeeren säumten den Weg. Teilstücke waren sehr romantisch und wir fragten uns was wohl diese Wege erzählen könnten!
Innertkirchen kam in Sicht, kurz vor dem Mittag. Wir hatten noch genügend Esswaren im Rucksack und so beschlossen wir, in einem Laden noch Getränke zu kaufen. Hansruedi konnte den Trauben nicht wiederstehen und ich dem Nussgipfel. Am Aareufer bei Innertkirchen war unsere erste Rast auf einer Decke am Boden, so wie wir uns das eigentlich vorgestellt hatten. Schuhe aus, Essen, sich hinlegen und dem Wasser zuhören.
Gestärkt wanderten wir nun in Richtung Aareschlucht. Eine wirklich eindrückliche Schlucht, sehr gut auf Sicherheit gebaut. Schmal aber voller Schönheit. Leider war nicht nur unten Wasser, auch von Oben kamen die ersten paar Tropfen. Der letzte Kilometer war für mich eine Qual - glücklich das gesteckte Ziel erreicht zu haben, erreichten wir den Bahnhof Meiringen. Die Zugsverbindungen waren excellent und so waren wir nach 2 Stunden wieder am Ausgangspunkt.

Nächste Etappe: Start in Meiringen - bis Brienz 4. August, ab Bätterkinden 06.59 Uhr, Abmarsch ab Meieringen 09.15 beim Bahnhof!

2. Etappe Berghaus Oberaar - Guttannen 28.07.2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 30 July 2010 at 08:36
Gestärkt durch ein gutes Frühstück die Regensachen nicht im Rucksack brachen wir um 8.30 Uhr auf. Die erste Begegnung nach 500m war Ueli, er kam mit einem Rucksack auf dem Rücken, der Räder hatte, zu Fuss in unsere Richtung. Sofort kam wieder ein Gespräch auf. Er sei mit einem Lager in der Bäregghütte und das schon über 20 Jahre, immer wieder. Mittlerweile sei sein Sohn und das Grosskind mit von der Partie. Er mache den Einkauf und sei für viele kleine Aufgaben zuständig. Wir machten Fotos und tauschten die Adressen aus. Er will uns auf der Etappe Windisch begleiten. Ich klagte über kalte, nasse Finger und siehe da, Ueli kramte im Kofferraum Lederhandschuhe hervor und überreichte mir diese. Danke nochmals an dieser Stelle.
Nun kam unser Abstieg den Felsen entlang, was mich letzte Nacht beruhigte - beunruhigte mich nun umsomehr. Ueberall Wasser unser ständiger Begleiter, der schmale Weg war wie ein kleiner Bach. Manchmal nur ein Rinnsal und dann hiess es wieder "aufpassen". Von den Felsen kamen Wasserfälle und richtige Sturzbäche, so dass man ohne Kapuze und guten Regenschutz nicht sehr weit gekommen wäre. Im Rest. Hotel Hospitz konnten wir uns umziehen und stärken. Der alte Säumerweg nach Guttannen war wirklich sehr schön, auch nass, aber etwas weniger glischtig. Wanderer sah man nicht viele. Zwei deutsche Frauen kamen uns entgegen in offenen Schlarpen ohne Socken!!!
Ein kleiner Halt auf der Handegg und schon kam das letzte Wegstück. In Guttannen gabs als Lohn Raclette.

1. Etappe Grimsel Passhöhe - Berghaus Oberaar 27.07.2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 29 July 2010 at 06:57
Via SBB und Bus erreichen wir die Grimselwelt. Passhöhe war unser Ziel. Frohen Mutes wandern wir in Richtung Sidelhorn. Natürlich war es beschwerlich, natürlich hatte ich keine Schneeschuhe dabei, natürlich machte uns dann der Nebel einen Strich durch die Rechnung - natürlich mussten wir umkehren und ebenso natürlich kamen wir wieder zum Ausgangspunkt. Also frisch drauflos, schliesslich gibt es immer wieder verschieden Möglichkeiten ans Ziel zu kommen. Die normale Strasse und dann den Wanderweg waren angesagt. Es war nass und der Wind stark, also wurde im Stehen verpflegt. Unterwegs trafen wir auf einen Mann mit grossem Rucksack beladen mit einem Dreibein. Auf seine Frage wo's lang gehe, war die Antwort Berghaus Oberaar, ja und dann? - ja dann sofort Richtung Koblenz, war Hansruedis Antwort. Dies war der Anfang eines längeren Gespräches. Unser Ueli, das wissen wir inzwischen, wollte einiges von uns wissen. Im Bergrestaurant Oberaar war die Bedienung und das Essen sehr gut. Zu unserem Erstaunen konnten wir sogar Duschen. Das Massenlager war mit seinen Quer-Balken etwas kompliziert wenn man Nachts auf die Toilette musste. Wie immer an diesen Orten habe ich Mühe den Schlaf zu finden. Der Regen prasselte gleichmässig auf's Dach. Nur die Nebengeräusche der Männer waren gar nicht gleichmässig. Vom Zähneknirschen bis Atemaussetzer war alles vorhanden. Irgendwann wurde es morgen. Gott sei Dank !!

Vorwort zu unserer Wanderung Aarelaeufer 2010 Text Silvia Liechti

Erstellt am 29 July 2010 at 06:29

Aus einer Schnappsidee wurde Wirklichkeit.

Mein Oergelikollege Hansruedi Felber aus Attiswil und ich Silvia Liechti aus Utzenstorf machen aus der Schnappsidee Wirklichkeit.
Wir entschliessen uns der Aare entlang zu laufen. Vom Ursprung Oberaargletscher/Unteraargletscher bis nach Koblenz. Das in ungefähr 16 - 18 Etappen. Distanz 288 km.
Wir freuen uns, wenn möglichst viele unserer Freunde, Bekannte, sowie dessen Familien, uns auf irgendeiner Etappe begleiten würden.
Wir werden unsere Daten jeweils am Ende des letzten Beitrags (Blog) bekanntgeben. So wird es Jedermann/Frau möglich sein mit uns zu wandern.

Freunde